Vinzenz von Paul
Die Lebenszeit des Vinzenz v. Paul ist geprägt durch maßlose Adelswillkür (z.B. verwüstete der Adel durch die Jagdleidenschaft die Felder der Bauern), durch Bürgerkriege und den 30-jährigen Krieg.
Die Kindersterblichkeit liegt bei 50%. Menschen werden gefoltert, ermordet, Seuchen und Hungersnöte vermindern die Bevölkerungszahl. Vinzenz von Paul erlebt selbst viel Leid und Not. Im Haus des Galeerengenerals Graf Gondi wendet er sich ganz der Seelsorge zu und gelobt 1617 einen lebenslangen Dienst für die Armen.
- 1581 wird Vinzenz von Paul in Pouy, Gascogne (Südfrankreich) als drittes Kind armer Bauern geboren
- 1600 empfängt er als 19-jähriger die Priesterweihe. Er kümmert sich viel um die von der Gesellschaft Abgeschobenen z.B. Galeerenhäftlinge. Er gerät auf einer Seefahrt in die Hände von Seeräubern und muss zwei Jahre schwere Sklavendienste in Nordafrika ableisten, bis er fliehen kann
- 1613 - 1626 wirkt er als Geistlicher und Erzieher im Hause Gondi
- 1617 gründet er sein erstes Caritaswerk für weibliche Laienkräfte (Dames de la Charité) eine Vorläuferorganisation der heutigen Caritas-Konferenzen
- 1619 wurde Vinzenz von Paul zum obersten Seelsorger für das Galeerenwesen ernannt
- 1620 ergänzte er sein Werk durch die „Helfer der Armen“, ein Caritaswerk für männliche Laienhelfer
- 1625 stiftete er eine Bruderschaft von Priestern die den Namen „Lazaristen“ erhielten
- 1633 gründete Vinzenz von Paul einen Frauenorden, heute die „Barmherzigen Schwestern“, auch Vinzentinerinnen genannt. Er wird besonders von Louise de Marillac unterstützt.
- 1660 starb Vinzenz von Paul am 27. September in Paris
- 1737 wurde er von Papst Leo XIII. heiliggesprochen.
Vinzenz von Paul half den Armen, Kranken, Verlassenen, Leidenden, Ratlosen, Gefangenen und Depressiven durch seine Nähe. Seine besondere Aufmerksamkeit galt den Findelkindern. Während politische Unruhen herrschten, richtete er Suppenküchen und Lazarette ein und rettete so die Menschen in verwüsteten Provinzen vor dem Hungertod. Von Vinzenz von Paul übernimmt die heutige CKD-Arbeit die Struktur. Hilfe wird gezielt und organisiert angegangen. Aber auch die geistigen Wurzeln der CKD-Arbeit liegen in der Spiritualität des hl. Vinzenz von Paul, vor allem in der Einheit von Gottes- und Nächstenliebe, in der liebenden Zuwendung zum Armen und Notleidenden und in der persönlichen Begegnung mit ihnen.