ie Klasse nach der Projektvorstellung mit den Caritas-Mitarbeitenden. Foto: V. Klum
Initiiert wurde das Projekt bereits vor rund einem halben Jahr von Lehrerin Katja Frohnhoff, die den Kontakt zur Caritas herstellte. Gemeinsam mit der Sachbereichsleitung und Mitarbeitenden - darunter Philip Wirbel vom Projekt "Respekt Coaches", das bereits an der PPC vertreten ist - entwickelte sie die Aufgabenstellung. Ziel war es, den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu geben, ein Projekt mit sozialem Nutzen zu erarbeiten, das sich auch praktisch umsetzen lässt. "Die Aufgabenstellung haben wir gemeinsam im Dialog entwickelt", erklärt Philip Wirbel.
Im Fokus standen typische Herausforderungen aus dem Beratungsalltag: Wie behalten Klientinnen und Klienten den Überblick über wichtige Unterlagen? Wie lassen sich Termine besser organisieren? Und wie kann der Zugang zu Behörden erleichtert werden?
Die vier Teams entwickelten dazu unterschiedliche Lösungsansätze. Ein Team stellte ein bildgestütztes Ordnersystem vor, das Klientinnen und Klienten dabei hilft, wichtige Dokumente übersichtlich zu strukturieren - etwa zu den Bereichen Arbeit und Ausbildung, Wohnen oder Gesundheit. Das System ist bewusst einfach gehalten und auch ohne gute Deutschkenntnisse verständlich. "Wir wollten Menschen unterstützen und Ängste nehmen", berichtete das Team.
Eine weitere Schülergruppe konzipierte eine App, die den Kontakt zu regionalen Behörden erleichtern soll. Sie bietet Informationen zu Öffnungszeiten, Anfahrt und Ansprechpartnern und ermöglicht gleichzeitig eine übersichtliche Terminverwaltung.
Zur Unterstützung bei der Jobsuche entwickelten andere Schülerinnen Lernvideos, die Schritt für Schritt beim Erstellen von Lebenslauf und Anschreiben helfen. Die Videos gibt es auch auf Persisch, andere Sprachen können bei Bedarf ergänzt werden. Ein viertes Team beschäftigte sich mit Maßnahmen zur besseren Terminplanung im Beratungsalltag und entwickelte entsprechende Vorschläge.
Die Caritas-Mitarbeitenden zeigten sich beeindruckt von der Qualität der Ergebnisse. Viele der Konzepte seien praxisnah, durchdacht und teilweise bereits mit Testpersonen erprobt worden. Offene Fragen etwa zum Datenschutz bei der App oder der Umgang mit Klienten, die häufig ihre Termine vergessen, wurden im Anschluss an die Präsentationen intensiv diskutiert.
Sachbereichsleiterin Stephanie Schnorr zog ein positives Fazit: "Das Ordnerregister können wir nahtlos und sehr gut in unserer Arbeit einsetzen." Auch die Lernvideos seien eine wertvolle Unterstützung für Beratungsstellen und könnten perspektivisch auf der Website der Caritas veröffentlicht werden. Schnorr dankte Katja Frohnhoff, der Abteilungsleiterin der Berufsschule Simone Ohl sowie den Schülerinnen und Schülern für ihr Engagement und die konstruktive Auseinandersetzung mit den praxisnahen Aufgaben.