Bildunterschrift: In der hinteren Reihe Larissa Holm (stellv. Hausleitung), Andrea Gehringer (Fundraising), Heinz Becker (Vorstandsmitglied) und Andre Antweiler (Hausleitung) von der Caritas mit Alessandro Grasso, Johannes Maurer und Christian Erwes vom Trainerstammtisch; in der vorderen Reihe Gino Petrollini (Wohnbereichsleitung), Mario Muth (Trainerstammtisch), Christopher Hornig (Bewohner) und Sven Schrankel (Trainerstammtisch).Foto: V. Klum
"Wir wollten gerne etwas Gutes tun", berichten Alessandro Grasso, Christian Erwes, Johannes Maurer, Mario Muth und Sven Schrankel, die die Spende nun an das St. Josefshaus in Elz übergeben haben. Das Geld geht an den Wohnbereich "Junge Pflege".
Ein herzliches Dankeschön kam vom Vorstandsmitglied des Caritasverbandes für den Bezirk Limburg, Heinz Becker. Auch Hausleiter Andre Antweiler und Wohnbereichsleiter Gino Petrollini freuten sich über die Spende und berichteten, was sie mit dem Geld umsetzen möchten. Es ist ein Umbau geplant, um den Balkon des Wohnbereichs auch für Rollstuhlfahrer zugänglich zu machen. "Wir haben einige Ideen, das Geld wird gut angelegt sein", betonte Andre Antweiler.
Entgegengenommen wurde die Spende stellvertretend für die gesamte Junge Pflege von Christopher Hornig, der seit Juli 2025 im St. Josefshaus lebt. Der 39-jährige, der im Rollstuhl sitzt, findet hier optimale Bedingungen für jüngere Menschen vor. Denn das Angebot für Pflegebedürftige bis 60 Jahre, die der Caritasverband für den Bezirk Limburg hier eingerichtet hat, ist einzigartig in der Region. "Das ist ein Pilotprojekt. Es gibt weit und breit kein ähnliches Angebot", berichtet Hausleiter Antweiler. Mittlerweile erhalte die Caritas Anfragen aus der ganzen Bundesrepublik und es gebe eine gut gefüllte Warteliste.
Der Wohnbereich mit neun vollstationären Plätzen stellt sich ganz auf die Bedürfnisse der zwei Frauen und sieben Männer im Alter von 30 und 59 Jahren ein, davon konnten sich die Mitglieder des Trainerstammtischs bei einer Besichtigung überzeugen. Sie zeigten sich sehr beeindruckt vom Fernsehraum mit großer Leinwand, der für die Bewohner frei nutzbar ist. Die elektronischen Geräte sind spendenfinanziert und kein normaler Standard in der Pflege. Für die jüngere Generation sind sie aber ein wichtiger Aspekt von Lebensqualität - zum Beispiel, um Fußballspiele zu schauen. "Hier gibt es viele", so Andre Antweiler.
Auch ein Bewohnerzimmer und die Küche konnten besichtigt werden. Zweimal wöchentlich organisiert Nicole Dougan, die als Heilerziehungspflegerin in der Jungen Pflege arbeitet, für die Bewohner ein Kochangebot. Gemeinsam wird nach dem Geschmack der Bewohner eingekauft, gekocht und zusammen gegessen - zum Beispiel Gyros im Fladenbrot. Auch Ausflüge lockern den Alltag auf. Darüber hinaus kommen regelmäßig externe Physiotherapeuten und Logopäden in die Einrichtung. Einige Bewohner gehen sogar arbeiten, wie Alexandra und Christoph, die in Einrichtungen der Lebenshilfe tätig sind.
Die Mitglieder des Trainerstammtischs stellten viele interessierte Fragen und boten an, wenn nötig beim Umbau des Balkons ehrenamtlich mit Hand anzulegen. Sie verließen das St. Josefshaus mit einer herzlichen Einladung zum gemeinsamen Fußball Schauen und Grillen.