Hartmut Fritz (2. v. re.) mit Dr. Karl Weber (li.; Caritasdirektor des Caritasverbandes für die Diözese Limburg), Pfarrer Andreas Fuchs (2. v. li.; Vorstandsvorsitzender des Bezirkscaritasverbandes) und Max Prümm (re.; Geschäftsführer des Bezirkscaritasverbandes).Foto: V. Klum
Das Land Hessen hat Hartmut Fritz am 9. Juni 2026 für sein jahrzehntelanges, herausragendes Engagement den Hessischen Verdienstorden verliehen. Beim Caritasverband für den Bezirk Limburg e.V. ist Hartmut Fritz seit 2020 bis heute ehrenamtlicher Vorsitzender des Caritasrats und bringt seine große Erfahrung mit ein.
In Limburg war er aber viel früher schon tätig, unter anderem von 1973 bis 1985 als Diplom-Sozialarbeiter im Sozialen Brennpunkt Im Finken - dem heutigen Nachbarschaftszentrum Limburg-Nord unseres Verbandes. Er hat die Einrichtung dort aufgebaut und als Leiter der Dienststelle maßgeblich weiterentwickelt.
Hessischer Verdienstorden für Hartmut Fritz aus Niederbrechen
Staatssekretärin Manuela Strube hat Hartmut Fritz aus Niederbrechen (Kreis Limburg-Weilburg) den Hessischen Verdienstorden ausgehändigt. Damit würdigt das Land das jahrzehntelange herausragende Engagement des 78-Jährigen im sozialen Bereich. "Herr Fritz hat sich über Jahrzehnte hinweg für Menschen in Problemlagen eingesetzt. Er hat mit seinem Wirken dazu beigetragen, strukturelle und individuelle Verbesserungen zu bewirken. Sein leidenschaftliches ehrenamtliches Engagement ist beispielgebend", betonte Staatssekretärin Strube am Dienstag in ihrer Würdigung.
Der in Limburg an der Lahn geborene Fritz war nach seinem Studium der Sozialarbeit über viele Jahre bis 1997 in verschiedenen Positionen beim Caritasverband der Diözese Limburg (DICV) tätig. Anschließend übernahm er bis zu seinem Ruhestand im Jahr 2014 die Geschäftsführung des Caritasverbands Frankfurt am Main, wo er zukunftsweisende Projekte wie den Beschäftigungsbetrieb "Cariteam" für Langzeitarbeitslose und das generationenübergreifende barrierefreie "Lebenshaus" für Menschen mit Behinderungen realisierte.
Daneben ist der 78-Jährige seit mehreren Jahrzehnten - u.a. auch bei der Caritas - intensiv ehrenamtlich eingebunden. Sein besonderer Fokus lag hier stets auf Menschen in Notlagen wie Armut, Wohnungslosigkeit und Sucht. Dabei folgte er stets seinem Leitsatz "Anständig wohnen ist ein Menschenrecht". Seit 2000 ist er Vorstandsvorsitzender der frankfurter werkgemeinschaft (fwg) zur Inklusion psychisch erkrankter Menschen, an deren Ausbau er maßgeblich beteiligt war. Auf Landes- und Bundesebene prägte er zahlreiche Gremien, war etwa langjähriger Vorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft Soziale Brennpunkte e.V., Sprecher der entsprechenden Bundesarbeitsgemeinschaft und Gründungsmitglied der Nationalen Armutskonferenz. Zudem brachte er seine Expertise über viele Jahre im Caritasrat des Deutschen Caritasverbandes, in der Katholischen Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (als Vorsitzender) und im Mitglied des Arbeitsausschusses für die Deutsche Islamkonferenz ein. Seine ehrenamtlichen Wurzeln reichen bis in die 1960er Jahre zur katholischen Jugendarbeit zurück. Später war er unter anderem als Berater für Kriegsdienstverweigerer sowie als Schöffe am Landgericht Limburg tätig.
Für seinen beispielhaften Einsatz für das Gemeinwohl erhielt Hartmut Fritz bereits die Römerplakette in Bronze der Stadt Frankfurt (2009), das Goldene Ehrenzeichen des Deutschen Caritasverbandes (2012) sowie den Silbernen Brotteller (2014), die höchste Auszeichnung der Caritas. "Dass ich Herrn Fritz nun den Hessischen Verdienstorden aushändigen darf, ist nur folgerichtig und ich freue mich außerordentlich, ihn im Namen des Landes zu würdigen. Ich spreche Herrn Fritz im Namen unserer Hessischen Landesregierung von ganzem Herzen meinen Dank aus", schloss Staatssekretärin Strube ihre Rede.
Quelle: Hessisches Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales