Geschichte der CKD
Die Frohe Botschaft des Jesus aus Nazareth beinhaltet bereits die Nächstenliebe, die Gottesliebe und den liebenden Blick auf sich selbst und ermutigt, diese drei Aspekte ausgewogen zu leben. Das Erkennungszeichen der ersten christlichen Gemeinden war das Miteinander und Füreinander, wenn es um Not und Armut eines Gemeindemitgliedes ging.
Über die beiden Jahrtausende des Christentums hin hat sich die "Caritas = die liebende Sorge um den Nächsten und vor allem um den in Not geratenen Mitmenschen", bei uns in Deutschland zu einer Organisation der Freien Wohlfahrt entwickelt.
Geschichtlich gibt es in dieser Zeit vielfältige ideale Modelle der Nächstenliebe wie durch Martin von Tour (316-397), er gab die Hälfte, Elisabeth von Thüringen (1207-1231), sie gab alles den Armen, oder Vinzenz von Paul (1581-1660), der das erste "Caritaswerk" für weibliche Laienkräfte gründete und auf den die Arbeitsweise einer "Konferenz" zurückgeht.
Aufgrund der gesellschaftlichen Bedingungen im 19. Jahrhundert, gründeten Menschen 1845 in Olpe, im Sauerland, die erste "Elisabeth-Konferenz" im Erzbistum Paderborn. Nach dem zweiten Weltkrieg erfolgte durch Maria Reichmann, der ersten Geschäftsführerin der CKD im Erzbistum Paderborn, ein strukturierter Aufbau der ehrenamtlichen Caritasarbeit. Durch Weihbischof Dr. Paul Nordhues vor über 50 Jahren angeregt, und bis in die neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts von ihm intensiv begleitet, wurden Tagungen und Fortbildungen für die Ehrenamtlichen im gesamten Erzbistum Paderborn durchgeführt.Im Jahr 1968 folgte die Namensänderung von "Elisabeth-Konferenzen" in "Caritas-Konferenzen", und ihm Zuge des Aufbruchs in der katholischen Kirche nach dem zweiten Vatikanischen Konzil, entstanden in dieser Zeit viele neue Caritas-Konferenzen. Heute gibt es rund 18.500 Ehrenamtliche, die in 751 Gruppen (Caritas-Konferenzen, Helfergruppen, Sondergruppen und Projekten) aktiv tätig sind. Der gesellschaftlichen Situation entsprechend handeln die vielen Ehrenamtlichen der CKD immer aktuell zum Wohle des Menschen.
In den Pastoralen Räumen im Erzbistum Paderborn bleiben die bestehenden Caritas-Konferenzen als eigenständige Gruppen bestehen. Der demografische Wandel und die sich rasant verändernden gesellschaftlichen Bedingungen, sowie durch immer weniger Engagierte, die aus dem Evangelium heraus handeln, ist es mancherorts schwierig geworden motivierte Ehrenamtliche für die caritative Arbeit zu begeistern.
Ein Blick in die Zukunft der CKD zeigt jedoch enorme Bereitschaft zum konkreten Mittun. Gerade durch das aktive Unterstützen und Wahrnehmen von verschiedensten Möglichkeiten für am sozial-caritativen Ehrenamt-Interessierte lässt hoffen, dass die CKD-Arbeit zum Wohle vieler Menschen weiter geht.