Max Prümm (li.) und Hendrik Clöer (re.) leiten gemeinsam den Caritasverband an der Lahn.Foto: Gros Fotografie
"Zusammen geht was!" - das Leitmotiv der diesjährigen Caritas-Kampagne bringt den Start der Fusion des Caritasverbandes für den Bezirk Limburg und des Caritasverbandes Wetzlar / Lahn-Dill-Eder sowie die gemeinsame Mission auf den Punkt: Miteinander mehr für die Menschen vor Ort bewegen.
Zukünftig gibt es nur noch einen gemeinsamen Verband: "Caritasverband an der Lahn e.V." Bereits im Sommer 2025 wurde dieser Prozess durch die Vorstände auf den Weg gebracht, indem sie die Prüfung eines möglichen Zusammenschlusses in Auftrag gaben.
Im April 2026 stimmten dann die Aufsichtsräte beider Verbände den Fusionsunterlagen zu und gaben damit grünes Licht für die Vorbereitung der Verschmelzung. Nach dem einstimmigen Beschluss der beiden Mitgliederversammlungen am 25. Juni 2026 und der Zustimmung des Bischofs wurde der Caritasverband an der Lahn nun ins Vereinsregister eingetragen.
An der Spitze des neuen Caritasverbandes an der Lahn stehen künftig die beiden Vorstände Max Prümm und Hendrik Clöer, die ihre langjährige Erfahrung im Bereich Caritas einbringen: Max Prümm war seit April 2016 Geschäftsführer des Caritasverbandes für den Bezirk Limburg; zuvor war er als hauptamtlicher Vorstand beim Caritasverband für den Schwarzwald-Baar-Kreis tätig.
Hendrik Clöer startete 2005 als Verwaltungsleiter im damaligen Caritasverband für den Bezirk Hochtaunus und war von 2008 bis 2011 als Vorstandsreferent beim Caritasverband für die Diözese Limburg. 2011 wechselte er als Bereichsleiter für Kinder, Jugend, Familie und Beratung zum Caritasverband Wetzlar/Lahn-Dill-Eder e. V.; er war seit 2016 Geschäftsführer und ab 2019 Vorstand des Verbandes.
Hintergrund der Fusion sind wirtschaftliche Entwicklungen, die sich auf die tägliche Arbeit vieler Wohlfahrtsverbände auswirken: Kirchliche Zuschüsse, staatliche Fördermittel und private Spenden gehen stetig zurück. Gleichzeitig wächst der Bedarf an Beratung, Pflegeleistungen und sozialer Unterstützung immer weiter. Genau hier setzt der Zusammenschluss an: Die Bündelung von Ressourcen, der vielfältigen Arbeitsbereiche beider Partner sowie des gemeinsamen Know-hows sichert langfristig ein stabiles Fundament für verlässliche Hilfsangebote und die soziale Versorgung in der Region.
"Als ein gemeinsamer Verband können wir künftig flexibler auf schwierige Entwicklungen reagieren - und unsere Angebote rund um Limburg, Wetzlar und Dillenburg dauerhaft absichern und weiterentwickeln", erklärt Hendrik Clöer.
Max Prümm ergänzt: "Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Die Zuschüsse sinken, während der Bedarf an Hilfe weiter steigt. Anstatt dass jeder Verband für sich allein kämpft, bündeln wir jetzt unsere Kräfte - und schaffen so die Grundlage für einen wirtschaftlich stabilen und modernen Sozialverband."
Dienste und Einrichtungen bleiben bestehen
Für Hilfesuchende und Klienten gilt daher: Sämtliche Dienste, Angebote und Einrichtungen beider Verbände bleiben an den gewohnten Standorten erhalten. Auch für die Caritas-Mitarbeitenden gibt es Sicherheit: Alle rund 1.200 Beschäftigten werden in den neuen, gemeinsamen Verband integriert. Die Fusion verändert damit zunächst die Struktur im Hintergrund - nicht die tägliche Arbeit der Caritas vor Ort.
Zwei Profile, eine gemeinsame Mission
Inhaltlich ergänzen sich die bisherigen Schwerpunkte beider Verbände: Limburg bringt langjährige Expertise in der Migrations- und Sozialberatung sowie in der Hospizarbeit mit und ist Träger von sechs Altenpflegeheimen.
Wetzlar ist unter anderem in den Bereichen Kindertagesstätten, Jugend- und Tagespflegen sowie beim Pakt für den Ganztag aktiv. In der Wohnungslosenhilfe engagieren sich beide Partner bereits seit Jahrzehnten, ebenso betreiben beide stark nachgefragte Beratungsdienste z.B. für Schwangere oder Angebote zur Ehe-, Familien- und Lebensberatung.
Darüber hinaus sind beide Verbände als Träger von Sozialstationen fest in der ambulanten Pflege vor Ort verwurzelt und damit verlässliche Ansprechpartner für pflegebedürftige Menschen und ihre Familien.
Für Anfragen steht die Pressestelle des Verbandes zur Verfügung:
- Veronika Klum, Tel. 06431-2005-43, E-Mail: v.klum@caritas-limburg.de
- Carola Kaspari-Husar, Tel. 0151 547 64 308, E-Mail: carola.kaspari-husar@caritas-wetzlar-lde.de